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Heizwerk Soell

Projekt, Bau & Weiterentwicklung Zeitraffer

Entstehung Posted on Wed, August 11, 2021 18:34:52

28.01. 1998
Infoabend mit Mag. Rainer Krismer (Sonne Biomasse) in Söll

08.03. 1998
Fahrt zur Energiesparmesse nach Wels mit 44 Personen

25.03. 1998
Erstbesprechung mit Energie Tirol-Vertretern, der Gemeinde und dem Ortsbauernrat

18.06. 1998
Informationsabend für Söller Bauern mit Ing. Klaus Flörl und Dr. Otmar Juen

29.09. 1998
Gemeinderat beschließt Finanzierung der Vorstudie und Energiedaten-Erhebung mit Energie Tirol

14.11. 1998
Besichtigung des Hackschnitzel-Heizwerkes Ampferer in Münster. Einschulung der 26 freiwilligen Energiedatenerheber durch Ing. Flörl

15.12. 1998
Beginn Auswertung der Energiedaten-Erhebung durch Energie Tirol

04.03. 1999
Besprechung mit Fa. Mannesmann, Erstellung eines Vorprojekts

05.03. 1999
Besprechung mit Fa. Steinbacher und Hr. Zappe von der Fa. Integral

11.03. 1999
Besprechung mit Firma Kohlbach über Heizkonzept und Verbrennungstechnik

29.04. 1999
Besprechung mit Fa. Mannesmann und Fa. Integral (Leitungsnetz, Energiepreis)

10.05. 1999
Projektvorstellung des Heizwerkes für interessierte Söller Bauern

26.05. 1999
Infoabend zur Genossenschaftsgründung mit Mag. Laner

20.05. 1999
Standortdiskussion (Bereich Schwimmbad)

23.06. 1999
Projektvorstellung für den Gemeinderat

10.09. 1999
Projektvorstellung für die Öffentlichkeit

07.10. 1999
Gründung der Genossenschaft

November 1999
Beginn Wärmeverkauf

17.10. 2000
Grundflächen Widmung

Dezember 2000
Vergabe für Hoch- und Tiefbau

Jänner 2001
Vergabe Übergabestationen

19.03. 2001
Baubeginn Netzbau

01.02. 2001
Beschluss Eintrag ins Firmenbuch

31.05. 2001

Spatenstich und Baubeginn des Heizwerkes

18.06. 2001
Gewerbebehördliche Genehmigung

13.10. 2001
Erste Wärmelieferung aus Biomasse

25.11. 2001
Einweihung des Heizwerkes

2002
Inbetriebnahme der Hackschnitzeltrocknung
Hackgutprüfung nach Ö-NORM 7133
Erste Versuche zur Heutrocknung
5 neue Netzanschlüsse

2003
Die Prüfung der Ofenasche ergab, dass sie als hochwertiger Dünger in der Landwirtschaft eingesetzt werden kann.
Die Beimischung von trockenem Material zur Rinde, für unseren Eigenverbrauch, ergab eine Steigerung der Energieausbeute. Die Ofenasche verringerte sich um die Hälfte, das Kondensatabwasser zum Klärwerk wurde auch halbiert. In Summe rechnet sich das trockenere Brennmaterial.
Vorstandsmitglieder Balthasar Fuchs und Johann Embacher treten zurück und werden durch Bgm. Johann Eisenmann und Peter Mödlinger ersetzt.
4 neue Netzanschlüsse

2004
3 neue Netzanschlüsse

2005
Erneuerung der Kondensationsanlage
Netzerweiterung um 600 Meter
11 neue Netzanschlüsse

2006
Errichtung einer Halle für 2000 fm Rundholz
4 neue Netzanschlüsse

2007
Einbau eines neuen Gebläses zur Leistungssteigerung der Hackschnitzeltrocknung
Ein neuer, größerer Radlader wird angeschafft
3 neue Netzanschlüsse

2008
diverse Optimierungen bei der Verbrennung brachten eine Verbesserung der Energieausbeute um 10%
Wahl des neuen Obmannes Meinrad Bliem, Stellvertreters Engelbert Wurzer und Vorstansdmitgliedes Balthasar Fuchs. Johann Pirchmoser wird Geschäftsführer.
Sanierung Schubboden
Zählertausch bei allen Übergabestationen
4 neue Netzanschlüsse

2009
Zahlreiche Versuche zur Heutrocknung. Das erfreuliche Ergebnis, wir können sie nun ab 2010 den Landwirten der Region, kostengünstig, anbieten.
Sanierung des Querförderers und des oberen Brennkammergewölbes
Die Energieausbeute bei der Verbrennung der Rinde konnte um weitere 10% gesteigert werden und liegt nun bei ca.700KWh / SRM

2010
4 neue Netzanschlüsse und Erweiterung Hotel Greil
Verlegung der Hauptleitung durch Umbau der Bundesstraße B179 im Bereich der Feuerwehr

2011
die Energieausbeute bei der Verbrennung des Waldhackgutes liegt nun bei ca.710KWh / SRM
Querförderer und Schuboden wurden erneuert
Sanierung der Rezirkulation und Anbringung einer neuen Isolierung
152 Kunden sind am Fernwärmenetz angeschlossen

2012
Ein Notstromgenerator mit 120 KW el. Leistung wird eingebaut

2013
Unser größter Wärmekunde, das Panoramabad Söll, wird abgerissen
eine LKW Waage wird eingebaut
der neue Sparmarkt wird angeschlossen
151 Kunden sind am Fernwärmenetz angeschlossen

2014
Die Brennkammer wird erneuert

2015
153 Kunden sind am Fernwärmenetz angeschlossen
Das Heizwerk erhält die “Klima aktiv” Auszeichnung

2016
15 Jahr-Feier im Hotel Feldwebel
Tag der offenen Tür im Heizwerk Söll

2017
Brennkammer und Mittelgewölbe wird erneuert
Boiler Einströmung wird umgebaut

2018
Hans-Peter Fuchs ist neuer Geschäftsführer
Wohnblock Wies 16-18 wird angeschlossen
Notanschluss für den Betrieb mit “Hotmobil” errichtet

2019
Luftverrohrung bei Brennofen wird erneuert
155 Kunden sind am Fernwärmenetz angeschlossen

2020
Johann Pirchmoser ist neuer Obmann
Holzscheit Trocknung wird gestartet

2021
158 Kunden sind am Fernwärmenetz angeschlossen



Tag der offenen Tür 2016

Allgemeines Posted on Mon, October 03, 2016 12:16:06

Am 1. Oktober öffnete das Heizwerk Söll seine Türen für interessierte Besucher. So konnten von 13:00 – 17:00 Uhr vier verschiedenen Stationen besichtigt werden.

Station 1: Besichtigung der getrockneten Hackschnitzel und Vorführung einer -Heizung.

Station 2: Vom Baum zu Edelhackgut. Vorführung vom Hacker der Firma Knapp.

Station 3: Infostand von Energie Tirol zur Elektromobilität.

Station 4: Besichtigung eines Hybrid- und Elektroautos. Die Besitzer berichten über ihre Erfahrungen.

Vielen Dank an alle, die uns am Tag der offenen Tür besucht haben und mit großem Interesse teilgenommen haben!



Energiekreislauf

Wertschöpfung Posted on Mon, September 26, 2016 08:54:13

Wer das
Klima schützen will, kann es sich jetzt gemütlich machen.
Heizen wir mit Holz, heizen wir im CO2- Kreislauf der Natur.
Denn die Verbrennung von Holz setzt nur so viel CO2 frei, wie der Baum im Laufe
seines Wachstums der Atmosphäre entzogen hat. Die
gleiche Menge CO2 würde auch in die Umwelt gelangen, wenn das Holz ungenutzt im
Wald verrottet.


Kreislauf
statt Einbahn.

Bei jedem Verbrennungsvorgang entsteht Wärme – und CO2. So sehr wir Energie und Wärme brauchen – das CO2 stellt uns vor große Herausforderungen. Denn seit
Beginn des industriellen Zeitalters hat der Mensch in immer größerem Umfang seinen Energiehunger gestillt, indem er fossile
Brennstoffe verbrannt hat. Zunächst nur Kohle, später dann auch Erdöl und -gas. Das dabei entstandene CO2
hat sich in der Atmosphäre angereichert und ist in hohem Maße für den Klimawandel verantwortlich.
Auch bei der Verbrennung von Holz entsteht CO2. Der gewaltige Unterschied zu fossilen Brennstoffen ist jedoch: Es entsteht
nur so viel CO2, wie der Baum, dessen Holz wir verwenden, während seines Wachstums aus der Atmosphäre aufgenommen
hat. In der Summe also ist Heizen mit Holz klimaneutral. Bäume und Pflanzen wandeln in einem stetigen biochemischen
Prozess seit Urzeiten
die Energie des Sonnenlichts in Biomasse um. Für diesen Prozess, den wir Photosynthese nennen, holt sich die Pflanze das benötigte CO2 direkt aus der Atmosphäre, verwendet den Kohlenstoff (C) zum Wachstum und setzt Sauerstoff (O2) wieder frei. Holz ist also nichts als pure gespeicherte
Sonnenenergie. Energie, die wir nach Belieben nutzen und einsetzen können – mit Holz hat uns die Natur also bereits vor Jahrtausenden einen perfekten Energiespeicher bereitgestellt.


Eine saubere Lösung: Moderne Holz-Heizungen.

Moderne Öfen und Kessel regeln
den Verbrennungsvorgang so optimal,
dass dieser sehr effizient abläuft. Dabei messen meist Sonden die Zusammensetzung der Abgase und regeln daraufhin Luft- und Brennstoffzufuhr.
Das Ergebnis: Die saubere Verbrennung schont die Umwelt und der hohe Wirkungsgrad
schont Ihre Heizkosten.
Besonders erfreulich ist, dass
gerade die österreichischen Kessel- und Ofenhersteller Vorreiter und Technologieführer in Sachen sauberer und effizienter Verbrennung
sind. Damit sind sie Weltmarktführer – zum
Beispiel stammen zwei von drei in Deutschland
installierten Biomassekesseln aus Österreich.
Wichtig bei allen
Holzfeuerungen ist die Qualität des
Brennstoffes. Zertifizierte Pellets
garantieren eine hohe Qualität.
Achten Sie bei anderen
Holzbrennstoffen – wie Scheitholz und
Hackschnitzel – darauf, dass das Holz lange
genug gelagert wurde und trocken ist. Mit nassem Holz einzuheizen wäre ineffizient – und damit teuer.
Bei Holzfeuerungen, die nicht
automatisch geregelt werden, liegt es in unserer Hand, wie gut die Verbrennung abläuft.
Einen Leitfaden, wie Sie ein
Holzfeuer richtig in Gang setzen, finden Sie auf wärmeausholz.at.Alle Bilder und Informationen dieses Posts stammen vom Österreichischen Biomasseverband (www.biomasseverband.at).



15 Jahre Heizwerk Söll

Allgemeines Posted on Sun, September 25, 2016 18:54:50

Ein Blick in die Vergangenheit – Ein Blick in die Zukunft. Bei den Feierlichkeiten im Gasthof Feldwebel in Söll wurden viele spannende Beiträge präsentiert und diskutiert.

Moderation durch Fr. Biedermann Elisabeth

(Chefredakteurin der Produktionsfachzeitschrift „Factory“)

Ein kurzweiliger und informativer Nachmittag dank der kompetenten Moderation von Elisabeth Biedermann. Nicht nur die Vergangenheit stand an diesem Tag im Mittelpunkt, auch die Zukunft spielte eine wichtige Rolle.

Rückblick von Pfarrer i.R Gossner Josef,

Initiator der Dorferneuerung Söll 1996

# Das einzige Projekt der Dorferneuerung, das auch heute noch besteht.

# Ein Rückblick, von der Idee bis zur Gründung der Genossenschaft “Heizwerk Söll”.

Information über das Heizwerk Söll durch Pirchmoser Johann,

Geschäftsführer und Vorstand vom Heizwerk Söll.

# Optimierung der Feuerungsanlage bringt höchsten Wärmeertrag

# LKW Waage für faire Abrechnung unverzichtbar

# Hackgut Trocknung als 2. Standbein

# Die Zukunft mit Wasserstoff

Energiepolitische Ziele in Österreich

Ing. Rinnhofer Sepp, Energie Tirol

Klimaschutzziele (CO2), vom Land Tirol, bis 2050 (Paris 2015)

Strategien:

# Ressourcen schonen, Energiekosten reduzieren, …

# – 50% vom gesamt Energieverbrauch

# + 30% bei Erneuerbare Energien

# Ausstieg aus fossilen Energieträgern (Kohle, Öl, Gas) in allen Bereichen

(auch Verkehr!!)


Qualitätsmanagment Biomasseheizwerke

Dip.Ing. Moser Andreas, Bakk. theol., Koordinator Tiroler Heizwerkeverband

# Darstellung der Wertschöpfung für die Region.

# Ein Dank für die Innovationen, die die Branche stark beeinflusst haben.


Meteorologe

Jäger Andreas, Buchautor und Moderator

# 2°C Klimaerwärmung bis zum Jahr 2050, bedeuten für den Alpenraum eine

Temperaturerhöhung von 5°C

# Die CO2 Konzentration hat 400 ppm überschritten und ist so hoch wie vor

800.000 Jahren.



Entente Floral

Wertschöpfung Posted on Fri, September 23, 2016 11:23:33


Eine Station bei der Entente Floral 2013 war im Biomasseheizwerk Söll. Dabei wurden:

Land- und Forstwirtschaft,

Wasser- und Abwasserwirtschaft,

Alternative Energien

und das Biomasseheizwerk Söll

vorgestellt. Daher hat auch das Hackschnitzel-Heizwerk einen entscheidenden Beitrag zur maximalen Punktezahl von 88 geleistet.



Worauf kommt es beim Hackgut an?

Hackgutverkauf Posted on Fri, September 23, 2016 10:32:07


Grundsätzlich: Es muss sehr trocken und “schwer” sein !!

Der Wassergehalt ist das entscheidende Qualitätsmerkmal, denn er bestimmt den Wert und die Lagerfähigkeit des Brennstoffes.

1 Kilogramm Holz mit 10% Wassergehalt, hat einen Heizwert von 4,7KWh ( 0,45 l Heizöl)

1 Kilogramm Holz mit 30% Wassergehalt, hat einen Heizwert von 3,4KWh ( 0,32 l Heizöl)

Sie kaufen also 10 Srm Hackgut mit 30% Wassergehalt und einem Gewicht von 190 Kg/Srm. Umgerechnet ca. 1330Kg Holz-Trockenmasse und 570l Wasser. 1,9 Tonnen mit einem Heizwert von ca. 650l Heizöl.

ODER: Sie kaufen 1,9 Tonnen “Qualitäts Hackgut” mit 10% Wassergehalt . Umgerechnet ca. 1710Kg Holz-Trockenmasse und 190l Wasser, mit einem Heizwert von ca. 900l Heizöl.

Das gleiche Gewicht, das gleiche Volumen, aber 40% mehr Heizleistung!!

PS.: Ab 30% feuchte ist Hackgut nur mehr beschränkt Lagerfähig (ÖNORM M 7133)

Als zweiter Faktor beeinflusst das Gewicht der Schüttung den Energiegehalt Ihres Brennstoffes

Die Masse (Kg) von einem Srm Hackgut bezeichnet man als Schüttdichte. Sie hängt von der Holzart, der Form der Teilchen, und der Verdichtung ab.

– Stückgröße G30 (fein bis 30mm Nennlänge) entspricht 0,4 Festmeter Holz.

– Stückgröße G50 (mittel bis 50mm Nennlänge) entspricht 0,33 Festmeter Holz.

– Waldhackgut hat bei 0% Feuchte normalerweise ein Gewicht von 180 Kg/Srm

– Sägespäne und Reduziermaterial hat bei 0% Feuchte normalerweise ein Gewicht von 120 Kg/Srm

Unser Geprüftes Qualitäts-Hackgut hat die Bezeichnung G30 , W20 , S200

G30 = 1 Srm entspricht 0,4 Festmeter Holz

W20 = 9,7 % Feuchte

S200 = 187 Kg Schüttdichte

Wenn sie nun Reduziermaterial als Hackgut kaufen und oder eine höhere Stückgröße haben, sind gleich wieder 20% bis 50% an Heizleistung weg.

Dann Heizen sie bei uns mit Sicherheit um 50% billiger.

Zum Trocknen muss noch gesagt werden:

Waldfrisches Holz hat einen Wassergehalt von ca. 60%, Einen Sommer unter Dach gelagert ergibt ca. 30%, 3 – 4 Jahre unter Dach gelagert ergeben ca. 20%, nur wenn man “Zwangsbelüftet” und “Energie” zuführt werden 10% erreicht. Darin liegt der Unterschied zwischen “Lufttrocknen” oder “technischem Trocknen”.

Ohne Überdachung bleibt der Wassergehalt in Holz bei ca. 45%.

Hackschnitzel können nur durch Zwangsbelüftung getrocknet werden!! Der Unterschied zwischen “Lufttrocken” und “technischem Trocknen” ist, beim Technischem Trocknen wird zwangsbelüftet und Wärme zugeführt.

Feuchte Hackschnitzel verbrauchen einen Teil vom Brennstoff nur um Wasser zu verdampfen und es durch den Kamin zu schicken.

Trockene Hackschnitzel schonen die Umwelt, da nur jene Menge Holz verbraucht wird, die wir als Energieträger benötigen, es können so bis zu 50% mehr Haushalte mit der gleichen Rohstoffmenge versorgt werden. Wir nennen das Nachhaltigkeit.

Das Hackschnitzelwerk Söll setzt auf Qualität, da die Erfahrung gezeigt hat, dass dies der einzig richtige Weg für Kunden und die Umwelt ist. Da wir zum Großteil die Abwärme vom Heizwerk zum Trocknen verwenden, ist unser Preis, bezogen auf die Qualität, konkurrenzlos günstig. Das Hackgut wird übrigens direkt im Werk gefertigt und getrocknet. Den Abnehmern ist es somit möglich, das ganze Jahr über Hackgut in entsprechender Qualität (Wassergehalt, Größe, Gewicht) zu beziehen. Unser Hackgut kann auch im Sommer eingelagert werden, da sich der Wassergehalt im Lager nicht mehr ändert, die hohe Qualität also erhalten bleibt.

Qualität selbst geprüft, aber Vorsicht, Holz mit 0% Feuchte kann sich schon ab 100°C selbst entzünden!!

Dazu brauchen sie einen Metallbehälter, eine Waage und einen Ofen zum Nachtrocknen. Den Metallbehälter bis um Rand mit Hackschnitzel füllen und auf die Waage stellen. Das zuvor ermittelte TARA abziehen und sie haben das Gewicht vom Hackgut feucht. Den Metallbehälter dann einen Tag im Ofen bei 110°C nachtrocknen ( Dauer hängt von der Trockenheit des Hackgutes ab).

Achtung!! Holz mit 0% Feuchte kann sich ab 100°C selbst entzünden!!.

Deshalb muss der Versuch unter ständiger Aufsicht durchgeführt werden.

Zur Gewichtskontrolle wird der Behälter alle paar Stunden auf die Waage gestellt. Wenn sich das Gewicht nicht mehr verringert, ist keine Feuchte mehr im Holz. Das TARA abziehen und sie haben das Gewicht vom trocknen Hackgut.

Beispiel zur Feuchte Berechnung: Hackgut feucht (250g) / 1% Hackgut trocken (200g) – 100 = Feuchte in %

z.B: 250g / 2g – 100 = 25 %

Für Schäden durch unsachgemäße Holztrocknung übernimmt das Heizwerk Söll keine Haftung.



Rohstoffgruppen

Hackgutverkauf Posted on Fri, September 23, 2016 10:17:20


Seit 2013 gibt es eine neue ÖNORM für Holzhackgut und Schredderholz zur energetische Verwertung. (Quelle, Holzforschung Austria).

Die ÖNORM C 4005 regelt die Handelsform, Rohmaterialiengruppe, Partikelgröße, Wassergehalt, Aschegehalt und den Feingutanteil.

Damit wird die Qualität des Brennstoffes vergleichbar.

Die ÖNORM C 4005 entspricht der ÖNORM EN 14961-1.

Es gibt 4 Rohstoffgruppen, C1 bis C4
Qualitätsmerkmale sind:
P = Partikelgröße
M = Wassergehalt
A = Aschegehalt
F = Feinteile

Rohstoffgruppe C1:

Vollbäume ohne Wurzeln, Stammholz von Laub und Nadelbaum.
Die Rohstoffgruppe enthält kein Waldrestholz und keine Nadeln.

Der Aschegehalt beträgt ca. 2% (A2.0), der Feinanteil ist unter 15% (F15)


Rohstoffgruppe C2:

Vollbäume ohne Wurzeln, Nadelbaumholz, Waldrestholz
Die Rohstoffgruppe enthält Waldrestholz bis 25%. Der Gesamtanteil an Nadelholz mit einem Astdurchmesser kleiner 4 cm beträgt max. 25%.

Der Aschegehalt beträgt ca. 3% (A3.0), der Feinanteil ist unter 15% (F15)


Rohstoffgruppe C3:

Vollbäume ohne Wurzeln, Büsche ohne Wurzeln Waldrestholz, Holz aus Gärten und Schredderholz.

Der Aschegehalt beträgt über 5% (A5.0+), der Feinanteil ist über 15% (F15+)


Rohstoffgruppe C4:

Vollbäume mit Wurzeln, Büsche mit Wurzeln, Schredderholz und Rinde aus forstwirtschaftlicher Tätigkeit.

Der Aschegehalt beträgt über 7% (A7.0+), der Feinanteil ist über 25% (F25+)



Architektur des Heizwerks

Entstehung Posted on Thu, September 22, 2016 23:48:34

Das Grundstück am “Stoffenfeld” ist sicher kein gewöhnlicher Bauplatz für ein Betriebsobjekt. Eine durchschnittliche Hangneigung von ca. 20 % lässt eine herkömmliche Anordnung der Baukörper nicht zu.

Die trapezförmige Grundrissfläche des Bauplatzes in Verbindung mit der Zufahrtsstraße ermöglichte jedoch eine etagenweise Aufschließung des Geländes.

Der betrieblichen Nutzung des Objektes kam diese in drei Haupt-Ebenen angelegten Gesamtkonzeption optimal entgegen, weiters ergab sich daraus die Möglichkeit große Teile der Bauwerkskubatur in den Berg bzw. an den Berg angelehnt zu errichten.

Damit konnte man eine bestmögliche Integration der Gebäude ins Gelände erreichen und optisch das Volumen des Bauwerkes in seiner Erscheinung verkleinern.

Als Dachkonstruktion wurden zwei Pultdächer gewählt mit einer Neigung zum bzw. gegen den Berg. Die zur Straße gerichtete Glasfassade des Heizhauses soll Einblick in die technischen Abläufe gewähren und Interesse an dieser Form der Energiegewinnung wecken.

Der sich dahinter befindliche Baukörper dient zur Lagerung und Trocknung des Brennstoffes. Diese Abschottung sowie der tiefe Einbau der Halle ins Gelände bieten zusätzlich einen guten Schutz vor Witterungseinflüssen und erfüllten gleichzeitig die erforderliche Offenheit zur Trocknung der Brennstoffe. Architektonisch wurde versucht, eine zeitgemäße Einhausung zeitgemäßer Technik zu erreichen, die aber auch durch die Verwendung traditioneller Werkstoffe den Bezug zur Umgebung behält.

Hier noch eine kurze Informationsübersicht:

Verbaute Fläche: ca.1.010,00 m²

Umbauter Raum: ca. 9.700,00 m²

Freilager Fläche: ca. 400,00 m²

Rundholzlagerfläche: ca. 500,00 m²

Verkehrs- und Manipulationsfläche: ca. 1973,00 m²